Eine Woche lang zwangen die Klima-Aktivisten von Extinction Rebellion Berlin durch Straßenblockaden der Stadt ihre Weltuntergangsszenarien auf. Zeitweise versperrten die Demonstranten unangemeldet den Großen Stern, den Potsdamer Platz und die Marschallbrücke im Regierungsviertel. Dabei kam es zu massiven Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs. Tausende Pendler mussten durch die Protestaktionen im Namen des Umweltschutzes kilometerlange Umfahrungen und quälend lange Staus in Kauf nehmen.
Der Landesvorsitzende der Jungen Union Berlin Christopher Lawniczak erklärt dazu: „Radikale Aktionen wie das Blockieren von wichtigen Verkehrsknotenpunkten spalten die Gesellschaft, gefährden die Akzeptanz von Umweltschutzmaßnahmen und vergiften die ohnehin schon aggressiv geführte Klima-Debatte. Dem Umweltschutz erweist man damit auch einen Bärendienst. Statt Hysterie und Apokalypse-Stimmung brauchen wir ein respektvolles Miteinander, Verständnis für fremde Lebenssituationen und konkrete Vorschläge zur Emissionsreduktion. Maximalforderungen zu stellen, ohne Lösungen anzubieten, das ist billiger Öko-Populismus.“
Darüber hinaus stellt Lawniczak klar: „Die Bundesrepublik ist für etwas mehr als zwei Prozent des weltweiten Co2-Ausstoßes verantwortlich. Das soll unser Engagement für die Klimaziele von Paris keinesfalls bremsen, setzt aber unseren Einfluss ins Verhältnis. Als hochentwickelte Technologienation müssen wir Vorbild und Antreiber in Klimafragen sein.“
Verwundert zeigt sich der JU-Chef über die Strategie des Innensenators Andreas Geisel (SPD): „Ich kann nicht nachvollziehen, warum der Innensenator die unangemeldeten Blockaden überhaupt zugelassen hat. Sie waren zum Teil angekündigt worden und von langer Hand geplant. Wenn es Spielregeln für Versammlungen gibt, ist es unverständlich, warum diese von XR ignoriert werden dürfen.

Zugeordnete Dokumente

Berliner JU-Vorsitzender verurteilt Blockade- Aktionen durch Extinction Reb

74 KB

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag